
Rosenkohl
Standort
Rosenkohl kommt mit einem halbschattigen Standort, aber auch in der Sonne gut klar.
Nährstoffe / Dünger
Rosenkohl ist ein Starkzehrer. Das bedeutet, dass er einen schweren, humusreichen Boden benötigt. Im Idealfall ist er auch sehr lehmhaltig. Reichere den Boden in der Beetvorbereitung mit Kompost an. Achte auf die Fruchtfolge. Kohl darf nur alle 3 Jahre an der gleichen Stelle angepflanzt werden, weil er so viele Nährstoffe benötigt.
Gedüngt werden die Pflanzen erst bei beginnender Röschenbildung und in der Hauptwachstumszeit, am besten mit einer Pflanzenjauche zum Beispiel aus Brennnessel oder Schachtelhalm. Eine Gabe von Hornmehl empfiehlt sich, wenn die Blätter gelb werden. Eine Überdüngung mit Stickstoff sollten Sie jedoch vermeiden, da die Röschen sonst zu locker und weniger winterhart werden.
Pflege
Achte auf eine ausreichende Wasserzufuhr. Färben sich die Blätter des Rosenkohl gelblich, ist es höchste Zeit, zu gießen. Achte darauf, dass die Pflanzen auf keinen Fall austrocknen. Um Wasserverlust vorzubeugen, kannst du deine Rosenkohlpflanzen gerne etwas mulchen. Sie freuen dich außerdem über Zugabe von Brennnesseljauche oder anderen Dünger, wie z.B. Kompost. Halte den Boden durch regelmäßiges Hacken gut durchlüftet. Binde deine Rosenkohlpflanzen an Stöcken an, um sie zu stabilisieren.
Unkraut sollte regelmäßig entfernt werden, um die Standfestigkeit des Rosenkohls zu erhöhen. In trockenen Sommern raten wir dazu, mit Rasenschnitt zu mulchen.
Tipp: Gieße den Rosenkohl in der ersten Zeit nicht zu stark. So entwickelt er tiefe Wurzeln und kann sich im Laufe der Zeit besser selbst versorgen.
Rosenkohl wird wie alle Kohlsorten gerne von Kohlfliegen heimgesucht. Um diese zu vermeiden, lege dir ein Kulturschutznetz zu. Ein Problem könnten auch Erdflöhe sein, die du jedoch vermeiden kannst, wenn du den Boden feucht hältst.
Gegen Kohlhernie hilft ein ausreichender Abstand zwischen den Pflanzen.
Anzucht
Mitte April
Ziehst du Pflanzen vor, halte die Keimlinge feucht, aber achte auch darauf, dass sie gut durchlüftet sind, sodass kein Schimmel entsteht. Stelle die Pflänzchen nicht zu warm. Sonst schießen sie. Sobald sich die Keimblätter bilden, kannst du sie pikieren und vereinzeln.
Setzt du die Pflanzen in Freiland, achte darauf, sie möglichst tief einzusetzen, am besten bis zu den ersten Blättern.
Aussaat
Mitte Mai
Auspflanzen
Anfang Mai
Die vorkultivierten Setzlinge werden ab Mitte April bis Ende Mai, spätestens aber Anfang Juni, mit einem Pflanzabstand von 60 x 40 Zentimetern ins Beet gesetzt. Um das Wurzelwachstum anzuregen, wird das Beet in den ersten zwei bis drei Wochen nach dem Pflanzen eher trocken gehalten. Der Stängel bildet im Frühsommer kräftige blau-grüne Blätter. Bis in den Blattachseln die ersten Sprosse entstehen, vergehen etwa drei Monate. Damit die hoch wachsenden Rosenkohlsorten nicht umknicken, empfiehlt sich ein Stützstab an der Pflanze.
Pflanz-Abstand: 40x60 cm
Ernte: Anfang November
Deinen Rosenkohl kannst du von November bis März ernten. Reif sind sie, wenn sie die Größe einer Walnuss haben und noch fest geschlossen sind. Am besten schmecken die Röschen, wenn sie einmal Frost erlebt haben. Aber ernte niemals die gefrorenen Rosen. Brich die Röschen von unten heraus und lasse die oberen noch weiter reifen.