
Erdbeeren
Standort
Erdbeerpflanzen gedeihen am besten an vollsonnigen Standorten. Je mehr Sonne die Pflänzchen bekommen, umso süßer werden die Früchte. Der Platz sollte etwas windgeschützt, aber nicht völlig windstill sein, damit das Laub nach Regenfällen möglichst schnell wieder abtrocknet und Blattkrankheiten nicht so leicht Fuß fassen können. Spätfrostgefährdete Lagen sind ungeeignet, da hier leicht die Blüten erfrieren.
Der Boden sollte locker und nicht zu schwer, tiefgründig und humusreich sein und der pH-Wert idealerweise zwischen 5,5 und 6,5 liegen, also im schwach sauren bis sauren Bereich. Auf verdichteten Böden bilden sich Wurzelkrankheiten leichter aus, daher gilt es, diese vor dem Bepflanzen mit Laubkompost oder Sand aufzulockern und mit einer Gründüngung auf das sonnenhungrige Beerenobst vorzubereiten. Verwenden Sie für Erdbeeren grundsätzlich keinen konventionellen Kompost aus dem Garten. Er ist zu salz- und kalkreich und daher für die salzempfindlichen Stauden ungeeignet.
Die richtige Bodenvorbereitung ist die Grundlage für eine gute Ernte: Graben Sie den Boden mit einer Grabegabel tief um und arbeiten Sie anschließend mit einem Grubber pro Quadratmeter vier bis fünf Liter Humus oder Laubkompost und etwa 30 Gramm Hornmehl flach ein. Zwei Wochen nach der Beetvorbereitung hat sich der Boden so weit gesetzt, dass Sie das Beet nur noch glatt harken müssen. Anschließend können Sie die Erdbeeren pflanzen.
Nährstoffe / Dünger
Den größten Ertrag liefern Erdbeeren im zweiten und dritten Jahr nach der Pflanzung. Danach nehmen die Erträge und auch die Qualität der Früchte kontinuierlich ab. Sie sollten also das Beet wechseln und neue Jungpflanzen oder eigene Ableger setzen. Erdbeeren sind wie die meisten Rosengewächse sehr nachbauempfindlich – das heißt, Sie sollten in ein Beet, in dem Erdbeeren gestanden haben, frühestens nach vier Jahren wieder neue Erdbeeren pflanzen, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden und Bodenschädlingen wie beispielsweise Nematoden vorzubeugen. Ideal als Vorfrüchte sind Gemüsearten mit kurzer Kulturdauer, zum Beispiel Kohlrabi, Salate und Radieschen. Knoblauch hat sich als Mischkulturpflanze ebenfalls für Erdbeeren bewährt. Zwiebeln schützen Erdbeerpflanzen vor Pilzerkrankungen. Als Gründüngung kommen zum Beispiel Lupinen oder Inkarnatklee infrage.
Pflege
Um Fehler bei der Erdbeerenpflege zu vermeiden, sollten Sie wissen: Besonders während der Phase des Anwachsens und bei trockener Witterung brauchen die Pflanzen viel Wasser. Zudem ist es bei der Pflege von Erdbeeren wichtig, den Boden regelmäßig von Unkraut zu befreien. Dies kann im Pflanzjahr durch vorsichtiges Hacken geschehen – danach sollten Sie auf eine mechanische Bodenbearbeitung verzichten und das Beet stattdessen mit angetrocknetem Rasenschnitt mulchen. Das hindert Unkraut am Wachsen. Indem Sie Ihre Erdbeeren ab Anfang Mai mit Stroh mulchen, schützen Sie die empfindlichen Früchte vor Nässe und Grauschimmel-Befall. Außerdem bleiben die auf dem Boden aufliegenden Früchte sauber und Unkraut wird weiterhin unterdrückt.
Auspflanzen
Anfang Juli
Wann man Erdbeeren pflanzen sollte, ist abhängig davon, um was für Erdbeeren es sich handelt. Generell gilt: Zwei Monate vor dem Bepflanzen sollten Sie den Boden mit Laubkompost und – falls verfügbar – verrottetem Kuhmist verbessern. In der Regel gibt es ab Juli dann junge Erdbeerpflanzen im Handel. Die beste Pflanzzeit für Garten-Erdbeeren beginnt Mitte des Monats und endet im August – dann geben sie schon im ersten Standjahr einen guten Ertrag. Mehrmalstragende Sorten können von August bis September in den Boden gesetzt werden, während Monats- und Klettererdbeeren am besten im Frühjahr gepflanzt werden.
Pflanz-Abstand: 30x60 cm
Der Abstand zwischen den Reihen sollte mit mindestens 60 Zentimeter betragen, also so groß sein, dass Sie die Früchte bequem ernten können. In der Reihe sind 25 bis 30 Zentimeter Pflanzabstand ausreichend. Die Pflanzen sollten so tief eingesetzt werden, dass das Herz der Pflanzen über der Erdoberfläche bleibt. Achten Sie bei wurzelnackten Jungpflanzen darauf, dass die Wurzeln senkrecht und gut ausgebreitet in die Erde gelangen. Sie sollten nicht geknickt werden.
Gute Nachbarn
Lauch
Pflücksalat
Spinat
Zwiebeln
Kopfsalat