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Paprika


Standort

Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein, denn die Paprika stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Zur Sicherheit sollten die Pflanzen beispielsweise an Bambusstäben festgebunden werden, damit sie nicht umknicken.


Nährstoffe / Dünger

Paprika sollte regelmäßig gedüngt werden, gut geeignet sind organischer Gemüsedünger, Kompost oder selbst hergestellte Pflanzenjauchen. Das Gemüse benötigt zudem recht viel Wasser, im Sommer sollten die Pflanzen täglich versorgt werden.


Pflege

Damit die Paprikapflanze kräftig wächst, ist es empfehlenswert, die erste Blüte, die sich gebildet hat, die sogenannte Königsblüte, abzuknipsen. Sie befindet sich zwischen Haupttrieb und erstem Seitentrieb. So wird die Pflanze angeregt, viele neue Blüten nachzuschieben, aus denen sich später zahlreiche Früchte bilden.

Zusätzlich gibt es die Empfehlung, Paprika auszugeizen. Bei Tomaten führt das regelmäßige Herausbrechen unfruchtbarer Seitentriebe zu mehr Blütentrieben und einer reicheren Ernte. Bei Paprika ist der größere Ernte-Erfolg durch das Ausgeizen nicht so eindeutig, schadet der Pflanze aber nicht. Dafür während der gesamten Wachstumsphase alle neuen Seitentriebe, die sich in den Blattachseln bilden, entfernen. Das Ausgeizen so lange fortführen, bis sich die ersten Früchte gebildet haben.


Anzucht

Anfang März

Für die Aussaat mit dem Finger eine kleine Vertiefung in die Erde drücken und ein Paprika-Samenkorn hineinlegen. Dann Erde darauf streuen und mit ein wenig Wasser befeuchten. Den kleinen Blumentopf in den ersten Tagen mit Plastikfolie überziehen, bis die Saat gekeimt hat. So bleibt die Luftfeuchtigkeit konstant hoch und die Temperatur im Topf schwankt weniger. Dieses selbst gebaute Minigewächshaus auf das Fensterbrett stellen und ab und an lüften. Die Erde muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Bis sich die ersten zarten Pflanzen zeigen, dauert es etwa zwei Wochen.

Insgesamt bleiben die Paprika-Keimlinge etwa vier Wochen im Aussaatgefäß. Dann geht es in einen größeren Topf. Dabei möglichst nicht die feinen Wurzeln beschädigen.

Wenn du einen Balkon oder eine Terrasse hast, solltest du deine Jungpflanzen nach und nach an das Wetter und die Temperaturen im Freien gewöhnen. Stelle deine Paprika-Jungpflanzen dafür an milderen Tagen tagsüber ins Freie und hole sie für die Nacht wieder ins Haus. So härtest du deine Jungpflanzen nach und nach ab.


Auspflanzen

Mitte Mai

Paprika sind sehr kälteempfindlich und dürfen frühestens Mitte Mai nach den Eisheiligen ins Freie. Dann können die Jungpflanzen entweder direkt ins Beet oder in einen Kübel auf dem Balkon gepflanzt werden.


Pflanz-Abstand: 50 cm

Pflanze deine Paprikapflanzen nicht zu dicht. Sie werden, je nach Sorte und Standort, zwar nicht sehr groß, sollten aber gut abtrocknen können. Ein Pflanzabstand von 40-50 cm ist Minimum. Zwischen deine Paprikapflanzen kannst du z.B. gut Salat oder Tagetes setzen. So ist der Boden bedeckt und der Platz gut ausgenutzt.


Ernte: Anfang August

Erntereif ist Paprika - je nach Witterungsbedingungen - in der Regel ab August.


Gute Nachbarn

Landgurken
Möhren
Tomaten


Schlechte Nachbarn

Erbsen
Fenchel
Rote Bete
Zucchini