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Möhren


Standort

Möhren lieben einen warmen und sonnigen Standort sollten jedoch nicht austrocknen. Hochbeete sind sehr gut für den privaten Möhrenanbau geeignet. Möhren sind Mittelzehrer und vertragen je nach Sorte sandige bis schwere Böden, allerdings solltest du keinen frischen Kompost oder Mist zugeben. Achte darauf, Möhren nicht zwei Jahre hintereinander an der gleichen Stelle anzupflanzen.

Grünohr-Tipp: Bei sehr schweren, festen Böden kann es passieren, dass deine Möhren zwar dick, aber kurz werden oder sich schnell verzweigen, weil sie nicht in die Tiefe wurzeln können. Lockere den Boden und arbeite Sand ein. Alternativ kannst du mit dem Spaten eine etwa 20 cm tiefe und ca. 3-4 cm breite Rinne ziehen und diese mit einem Gemisch aus Sand, Erde und ggf. Dünger füllen. Wenn du jetzt in diese Rille säst, haben deine Möhren nach unten hin gut Platz.


Pflege

Weil Möhren nicht sonderlich konkurrenzstark sind, muss das Unkraut in ihrer Umgebung regelmäßig gejätet werden. Wir empfehlen dir, sparsam zu gießen, da die Möhren sich sonst auf die Laubbildung konzentrieren.

Da sich Möhren allerdings erst relativ spät blicken lassen und daher die Gefahr besteht, dass die jungen Keimlinge aus Versehen mit gejätet werden, hilft es, zwischen die Möhren die schneller keimenden Radieschen zu säen. So siehst du schneller, wo genau du gesät hast. Die Radieschen werden rechtzeitig vernascht, um den größer werdenden Möhren Platz zu machen.

Ganz wichtig ist es, dass du deine Möhrenpflanzen früh vereinzelst. Machst du das nicht, haben die Wurzeln zu wenig Platz und können sich nicht ausreichend entwickeln. Außerdem sind die Möhren dann auch anfälliger für Krankheiten.


Aussaat

Ende März

Möhren werden immer direkt im Freiland ausgesät, weil sie sonst nicht grade wachsen können. Aus diesem Grund sollte der Boden vor der Aussaat tiefgründig gelockert und damit nicht zu steinig und verdichtet sein. Außerdem reagieren Möhren empfindlich auf größere Umsetzungsprozesse im Boden.

Lege deine Möhrensamen einige Tage vor der Aussaat zum Vorkeimen in Wasser oder in nassen Sand ein

Lockere deinen Gartenboden vor der Aussaat an der Stelle, wo du aussäen möchtest, mit einer Grabegabel auf

Säe Radieschen mit in die Möhrenreihe als Markiersaat. Sie gehen früher auf und du kannst erkennen, wo du hacken kannst und wo später deine Möhren wachsen werden

Zwischen deinen Möhren sollte mindestens 2,5 cm Platz sein. Ist das Saatgut enger gefallen, dann solltest du die jungen Pflanzen nach der Keimung ausdünnen

Setze Möhren und Zwiebeln in einer Mischkultur und schütze die Möhren so vor dem Befall mit der Möhrenfliege

Schütze deine Möhren mit einem engmaschigen Kulturschutznetz vor Fressfeinden und gib ihnen einen Wachstumsvorsprung durch das darunter entstehende Mikroklima


Pflanz-Abstand: 5x30 cm

Möhren sät man in Reihen, mit einem von der Sorte abhängigen Reihenabstand zwischen 30 und 45 Zentimetern und zwei bis fünf Zentimeter zwischen den einzelnen Wurzeln. Die Saattiefe sollte 1 bis 2,5 Zentimeter betragen. Saatbänder erleichtern die gleichmäßige Aussaat und man spart sich das spätere Verziehen. Wenn Sie die Samen vor dem Aussäen mit trockenem Quarzsand mischen, verteilen sie sich ebenfalls gleichmäßiger in der Rille.

Da es bis zu drei Wochen dauern kann, bis sich die jungen Pflänzchen zeigen, kann es von Vorteil sein, die Saatreihe durch das Beimischen einer Markiersaat wie etwa Radieschen, Dill oder Kerbel zu kennzeichnen. Wenn Sie die Möhrensamen vor der Aussaat für 24 Stunden in feuchtem Quarzsand quellen lassen und anschließend das Sand-Samen-Gemisch zusammen aussäen, keimen sie etwas schneller.


Gute Nachbarn

Erbsen
Kohlrabi
Kopfsalat
Paprika
Pflücksalat
Zwiebeln


Schlechte Nachbarn

Fenchel