
Tomaten
Standort
Tomaten haben ein hohes Wärme- und Lichtbedürfnis und gedeihen besonders gut im Gewächshaus oder vor einer Südwand. Ein Regenschutz ist günstig, weil die Pflanzen dann nicht so leicht an Kraut- und Braunfäule erkranken. Bezüglich Fruchtfolge tanzen Tomaten aus der Reihe. Sie möchten einen Stammplatz haben.
Nährstoffe / Dünger
Tomaten sind Starkzehrer und bevorzugen einen reichlich mit Nährstoffen versorgten Boden. Ideal sind eingearbeiteter Kompost oder verrotteter Mist. Als Nährstoffquelle eignen sich aber auch organische Düngemittel. Mineralische Dünger sollten erst unmittelbar vor der Pflanzung ausgebracht werden, damit sie bei aufkommendem Regen nicht direkt wieder aus dem Wurzelraum ausgewaschen werden können.
Das Beet am besten bereits im Herbst mit reichlich Kompost vorbereiten. Als Nährstoffquelle kann gut verrotteter Mist verwendet werden. Über den Winter das ganze mit einer Mulchschicht bedecken. Im Frühjahr vor der Pflanzung etwas Gesteinsmehl streuen.
Pflege
Tomaten werden an Stäben, Gittern oder Schnüren ein-, zwei- oder höchstens dreitriebig gezogen. Bei eintriebigen Pflanzen werden alle Seitentriebe laufend ausgebrochen. Bei zweitriebiegen Pflanzen wird der kräftige Austrieb unmittelbar unter dem ersten Blütenstand stehen gelassen, alle anderen Seitentriebe werden ausgebrochen. Die untersten Blätter der Tomaten, die den Boden berühren, laufend entfernen.
Falls den Tomaten ein Witterungsschutz gegeben wird, deckt man sie am besten nur gegen die Wetterseite ab. Ein einfaches lichtdurchlässiges Dach aus Plastik oder Glas schützt die Pflanzen vor Regen. Seitlich muss die Überdachung offen bleiben, damit die Luft zirkulieren kann und sich keine Staunässe bildet.
Tomaten sind im Sommer besonders anfällig auf die Pilzkrankheit Braun- oder Krautfäule. Dabei weisen die Blätter graugrüne, später dunkelbraune Flecken auf. Vorbeugend hilft einmal pro Woche Magermilch oder Molke zu spritzen. Magermilch oder Molke werden dabei im Verhältnis 1:1 mit Wasser gut gemischt und auf die Pflanzen gegeben. Die Behandlung sollte am Morgen durchgeführt werden, damit die Blätter schnell abtrocknen.
Anzucht
Mitte März
Da die Samen zum Keimen kein Licht brauchen, sollten Sie sie nach der Aussaat etwa fünf Millimeter hoch mit Erde bedecken, gründlich angießen und gleichmäßig feucht halten.
Die Tomaten werden zunächst auf der Fensterbank oder im Gewächshaus weiterkultiviert, bis sie etwa 30 Zentimeter Höhe erreicht haben. Achten Sie darauf, dass die Umgebungstemperatur nach dem Auflaufen nicht zu hoch ist – ideal sind 18 bis 20 Grad Celsius. Bei zu hohen Temperaturen, zum Beispiel über einem Heizkörper auf der Fensterbank, treiben die jungen Tomaten sehr stark aus, bekommen aber im Verhältnis dazu zu wenig Licht.
Auspflanzen
Mitte Mai
Tomaten werden erst nach den Eisheiligen, also etwa Mitte Mai, ins Freie gesetzt, da sie keinen Frost vertragen. Im Gewächshaus kann einen Monat früher gepflanzt werden.
Pflanz-Abstand: 60 cm
Die Jungpflanzen werden bis zum Blattansatz gesetzt, damit sich am Spross zusätzliche Wurzeln bilden. Der Abstand beträgt in der Reihe 50 bis 80 cm. Zum Stützen werden neben die Pflanzen Holz- oder spezielle Tomatenstäbe aus Metall gesteckt, an deren Windungen sie Halt finden.
Gute Nachbarn
Basilikum
Stangenbohnen
Fenchel
Kohlrabi
Kopfsalat
Paprika
Zuckermais