
Landgurken
Standort
Landgurken benötigen einen feuchtwarmen und sonnigen Standort. Vor allem solltest du darauf achten, dass er windgeschützt ist. Der Boden sollte reich an Nährstoffen und locker sein. Achte in der Bodenvorbereitung darauf, ihn mit Kompost anzureichern. Salatgurken solltest du gegen zu viel Regen schützen und darauf achten, dass diese keinen Frost abbekommen. Auf keinen Fall sollte der Boden zum Verschlämmen neigen.
Das Sommergemüse braucht einen humusreichen, lockeren Boden, der sich schnell erwärmen und genügend Wasser speichern kann.
Gurken sind Starkzehrer und benötigen viele Nährstoffe. Aus diesem Grund sollte im Beet auch die Fruchtfolge eingehalten werden, damit der Gartenboden nicht einseitig ausgelaugt wird.
Nährstoffe / Dünger
Gurken benötigen regelmäßig Dünger, beispielsweise einen im Handel erhältlichen organischen Gemüsedünger oder selbst hergestellte Pflanzenjauche.
Idealer Grunddünger für Gurken ist strohiger, halb verrotteter Pferdemist, den man schon bei der Beetvorbereitung einarbeitet (etwa fünf Liter pro Quadratmeter). Alternativ kann man auch reifen Kompost verwenden, den man mit gehäckseltem Stroh anreichert. Sinnvoll ist ebenfalls eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt im Wurzelbereich: Sie hält den Boden während der gesamten Kulturzeit locker und feucht.
Pflege
Die Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden.
Für Pilzerkrankungen wie Mehltau sind Gurken besonders anfällig. Wer dieses Risiko minimieren möchte, kann schon beim Kauf auf bestimmte Züchtungen achten, die gegenüber Mehltau resistent oder tolerant sind. Sind die Pflanzen dennoch betroffen, befallene Blätter unbedingt im Müll entsorgen, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Ein Sud aus Ackerschachtelhalm kann vor dem Befall schützen - dennoch kann es passieren, dass die Gurkenpflanzen eingehen.
Gerade junge Gurkengewächse sind bei Schnecken äußerst beliebt und sollten vor ihnen so gut es geht geschützt werden.
Im August empfiehlt es sich etwaige Neutriebe zur Wachstumsförderung der bestehenden Fruchtansätze abzuknipsen. Haben die Gurken die für dich angenehme Größe erreicht, sollten sie geerntet werden.
Anzucht
Mitte April
Wer Gurken selbst aussäen und später ohne Gewächshaus kultivieren will, kann ab etwa Mitte April mit dem Vorziehen auf der Fensterbank oder im Frühbeet beginnen. Dafür einen Topf mit Anzuchterde füllen und je nach Topfgröße zwei bis drei Samen rund zwei Zentimeter tief (genaue Angaben stehen auf der Saatgutverpackung) einpflanzen. Den Topf an einen mindestens 20 Grad warmen und hellen Standort stellen und die Erde gleichmäßig feucht halten. Die Keimdauer beträgt etwa ein bis zwei Wochen. Es hat sich bewährt, nur die kräftigste Pflanze weiterwachsen zu lassen.
Sobald die Gurken zwei echte Blätter ausgebildet haben, werden sie ausgepflanzt.
Alter Hase-Tipp: Fülle die Töpfe zur Aussaat nur bis zur Hälfte mit Anzuchterde. Sobald die Blätter des kräftigsten Sämlings über den Topfrand hinwegschauen, entfernst du die schwächeren Keimlinge und füllst den Topf komplett mit Erde auf. Dadurch bildet das Gurkenpflänzchen unten am Stängel Adventivwurzeln und wurzelt allgemein besser ein.
Aussaat
Mitte Mai
Grundsätzlich benötigen Gurken viel Licht und Wärme. Warten Sie daher mit einer Direktaussaat der Freilandgurken, bis sich der Boden ausreichend erwärmt hat (mindestens 13 Grad Celsius). Auch Jungpflanzen sollten Sie sicherheitshalber erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai ins Gemüsebeet setzen. Für frühe Aussaaten hat sich eine schwarze Mulchfolie bewährt – sie erhöht die Bodentemperatur um etwa vier Grad Celsius. Auch eine Abdeckung mit Vlies, Eimern oder Einmachgläsern, die man über die Jungpflanzen stülpt, kann als Wärmespeicher dienen.
Auspflanzen
Mitte Mai
Ins Beet oder in einen Kübel mit mindestens 20 Liter Fassungsvermögen können gekaufte oder selbst gezogene Jungpflanzen nach den Eisheiligen Mitte Mai. Es ist außerdem möglich, zu diesem Zeitpunkt Gurken draußen auszusäen. Die vorgezogenen Pflanzen so tief setzen, dass die Keimblätter mit Erde bedeckt sind. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein, der Boden nährstoffreich, locker und durchlässig. Vor dem Einpflanzen die Erde mit reichlich Kompost anreichern.
Pflanz-Abstand: 30 cm
Gute Nachbarn
Basilikum
Pflücksalat
Stangenbohnen
Blumenkohl
Erbsen
Kopfsalat
Paprika
Zuckermais